Das
Untere Schlösschen
Der
kleine, repräsentative Landsitz gehört
zu den ältesten erhaltenen Gebäuden
Bobingens und wird 1544
von Anton Welser erbaut. 1590
kaufte es der kunstsinnige Octavian Secundus
Fugger, der es ausbaut und mit einer "reichhaltigen
Einrichtung von guter Qualität"
versieht.
Nach
dem Dreißigjährigen Krieg wechseln
weltlicher und geistlicher Adel als Besitzer.
Den historischen Hintergrund
für den Rückzug Augsburger Patrizier
auf das fürstbischöflich regierte
Umland bilden neben standesgemäßer
Naherholung die Konfessionskämpfe im
16. Jahrhundert.
Das
Untere Schlösschen ist eines der vier
noch erhaltenen von ehemals elf Bobinger
Schlösschen.
1938
erwirbt es die Stadt Bobingen und stellt
es nach aufwändiger Renovierung in
den 70er Jahren den Vereinen als
Kulturzentrum zur Verfügung. Im Hause
befinden sich der Heimatverein "D´Hochsträßler,
die Briefmarkenfreunde, das Kammerorchester
und der Schachclub.
Seit
1987 betreibt der Kunstverein Bobingen im
Untergeschoss seine Galerie, eine Kindermalschule
und veranstaltet Kunstseminare für
Erwachsene. |